RSV Heidelberg beim Schwarzwald Super! 2026 – Pinsa, Pässe & Schwarzwälder Kirschtorte

16 RSVler machen sich auf in den Schwarzwald. Klingt erstmal nach einer ziemlich großen Selbsthilfegruppe für Menschen, die freiwillig Rennrad fahren – und dann auch noch freiwillig 4800 Höhenmeter. Und als wäre das nicht schon fragwürdig genug, hatte die Goldrunde sogar noch mehr davon. Offenbar war uns „Rennrad fahren“ irgendwann als Hobby nicht mehr anspruchsvoll genug.
Am Samstag trafen wir uns zum gemeinsamen Carboloading bei „Mediterrane Leidenschaft“ in Staufen. Mediterrane Leidenschaft also – die perfekte Einstimmung auf einen Tag voller Schwarzwald-Leidenschaft. Bei Pinsa wurde ordentlich Kohlenhydrat-Vorrat angelegt. Schließlich sollte am nächsten Tag nicht die Leidenschaft fehlen, sondern höchstens irgendwann die Beine.
Sonntag dann: bestes Wetter, perfekte Bedingungen und sehr frühes Aufstehen. Um 5:30 Uhr gingen vier RSVler auf die Goldrunde. Um 7:00 Uhr folgten Silber und Bronze – darunter auch ich auf der Silberrunde.
Und obwohl wir in unterschiedlichen Gruppen und auf unterschiedlichen Strecken unterwegs waren, war ziemlich schnell klar: RSV findet sich. Immer.
An den Verpflegungsstationen tauchten plötzlich bekannte Gesichter auf. Es wurde gegessen, gequatscht, gelacht und natürlich die Schwarzwälder Spezialitäten auf ihre sportliche Tauglichkeit geprüft. Schwarzwälder Kirschtorte, Brägele und allerlei regionale Leckereien – schließlich muss ein Radmarathon auch kulinarisch Sinn ergeben.
Die Strecke war Schwarzwald at its best: kurvig, hügelig, wunderschön und erstaunlich schattig. Bei bestem Sommerwetter ein echter Segen. Die Landschaft war teilweise so schön, dass man fast vergessen konnte, dass man gerade freiwillig den nächsten Berg hochfährt. Fast.
Was den Tag aber wirklich besonders gemacht hat, war der Zusammenhalt. Egal ob Gold, Silber oder Bronze: Überall waren RSV-Trikots unterwegs. Man traf sich an den Stationen, fuhr ein Stück zusammen, motivierte sich gegenseitig und zog anschließend wieder los. Unterschiedliche Strecken, unterschiedliche Geschwindigkeiten – aber immer wieder dieselben bekannten Gesichter.
16 RSVler angereist – und am Ende gefühlt ein einziger großer Radfahrer-Stammtisch mit sehr viel zu viel Höhenmetern.
Samstag mediterrane Leidenschaft, Sonntag Schwarzwald-Leidenschaft. Die Pinsa hat uns vorbereitet, der Schwarzwald hat uns zerlegt – und der RSV hat dafür gesorgt, dass trotzdem alle gute Laune hatten.
Die Beine leiden, der Teamgeist feiert. Genau so muss ein RSV-Wochenende sein.
Ein Beitrag von RSV-Mitglied Nadine






